CANNABIS BEI KREBSPATIENTEN

 
 

Beruhigungsmittel und Appetitanreger:

Schon länger wird die positive Wirkung, die Cannabis auf die Symptome Krebskranker haben kann, diskutiert. Zumindest aus dem Labor kommen nun aber noch größere Erkenntnisse: Cannabinoide können Krebszellen aktiv bremsen, bekämpfen und zerstören. In der Behandlung von Krebspatienten sind es vor allem Symptome, bei deren Bekämpfung Cannabis zum Einsatz kommt – nicht nur in den USA, sondern auch in Europa. Einerseits ist es die schmerzstillende Wirkung, die der Pflanze nachgesagt wird: Cannabis ist als Schmerzmittel vielfach verträglicher und hat dabei weniger Nebenwirkungen als herkömmliche Medikamente, und ist darüber hinaus für Betroffene meist sogar günstiger zu bekommen. Des Weiteren werden die beruhigenden Effekte, die Medizin auf Cannabis-Basis auf den Organismus haben kann, genannt. Durch die potenziell muskelentspannenden Wirkstoffe fiele es Patienten leichter, sich auch psychisch und seelisch von den Strapazen einer Bestrahlung und einer intensiven, medikamentösen Behandlung zu erholen.

HEISSHUNGER DANK HANF

Viele Krebspatienten, die sich in Chemotherapie befinden, leiden auch unter mäßiger bis starker Übelkeit und verlieren oft vollständig die Lust am Essen. Der ohnehin schon geschwächte Körper sollte in dieser Situation aber dringend Nährstoffe aufnehmen, dazu kommt, dass Krebskranke durch die körperlichen Strapazen oft schon im Ruhezustand mehr Kalorien verbrennen als gesunde Menschen. Bei einer Studie an der University of Alberta in Kanada (Quelle: www.livescience.com/12956-marijuana-ingredient-improves-appetite-cancer-patients.html) ließ sich beobachten, dass die Einnahme von THC-Pillen den Appetit krebskranker Patientinnen und Patienten, die sich in Bestrahlung befanden, anregte. Nach Einnahme der Pillen hatten sie nicht nur mehr Appetit, sondern empfanden das Essen auch als geschmacklich intensiver und befriedigender.
 

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CANNABINOIDE VS KREBSZELLEN/h2>
Zuletzt, und das ist vielleicht die bahnbrechendste Neuigkeit auf dem Gebiet der Krebsforschung, veröffentlichte das US-Gesundheitsministerium erst 2015 auf seiner Website folgende Meldung: “Unter Laborbedingungen konnte gezeigt werden, dass Cannabinoide Krebszellen abtöten.” Besonders bei Leber- und Brustkrebs machten die Ergebnisse Hoffnung, so das Statement – allerdings vorerst nur im Test an Mäusen. (Quelle: focus.de).
Am Institut für Toxikologie und Pharmakologie an der Universität Rostock konnte
schon 2008 nachgewiesen werden, dass Cannabinoide die Ausbreitung von
Tumorzellen in angrenzendes Gewebe hemmen können. So bremsen die Stoffe, die
auch in Hanf enthalten sind, aktiv die Metastasen-Bildung, zumindest im Labor.
Vom Einsatz in der klinischen Therapie ist Cannabis vorerst noch weit entfernt –
etwas, das angesichts der Erfolge speziell in der Krebstherapie vielleicht immer
wieder diskutiert werden sollte.