Tipps & Tricks

  • JA KLAR, NUR ZUR ZIERDE!

    JA KLAR, NUR ZUR ZIERDE!

    Wer Hanf als dekorative Zimmerpflanze heranzieht, wird nicht ernst genommen. Doch wieso eigentlich? Die Blattform ist sehr speziell und über den Geschmack, was als schön empfunden wird, lässt sich bekanntlich streiten. Nicht jeder muss auf lila Orchideen stehen. Spricht also nichts gegen Hanf als Zierpflanze. Oder doch? Ja, es gibt sie, die Menschen, die finden, dass Hanf eine Zierde ist. Und wenn man einmal alle Vorurteile über Bord wirft, und die Pflanze ganz subjektiv betrachtet, kann man dieser Ansicht durchaus etwas abgewinnen. Einzig die doch etwas streng riechende Blüte könnte die Freude über die neue grüne Zimmerdekoration etwas dämpfen. Da es aber offiziell in Österreich verboten ist, eine Hanfpflanze zur Blüte zu bringen, kann sich das Ganze wiederum relativieren. Wer seinen Hanf also nur als Zierpflanze oder als Teepflanze hält, bewegt sich auf der legalen Seite – und das ohne Geruchsbelästigung!

    NUTZHANF: GERUCHSLOSE ALTERNATIVE?

    Um den manchmal etwas aufdringlichen Geruch von Hanf zu vermeiden, könnte der schlaue Gärtner natürlich auf Nutzhanf mit einem THC-Gehalt unter 0,3% setzen. Das einzige Problem dabei: Hanfpflanzen dieser Art können eine Höhe von bis zu 8 Meter erreichen. Selbst in Altbauwohnungen stößt man da schnell an die Grenzen des Möglichen. Andererseits sind diese Pflanzen im Freien durchaus aufgrund ihrer Höhe beispielsweise als Sichtschutz eine Option. Auch andere Hanfarten werden relativ groß. Dem kann man jedoch auf verschiedenste Art entgegenwirken: geringe Topfgröße, keinen Dünger verwenden, nahe Lichtquelle, gute Belüftung. Dennoch: Auch Nutzhanf, der blüht, riecht wie seine stärker THC-haltigen Verwandten.

    PFLEGELEICHTER MÜCKENSCHRECK

    Der Vorteil von Hanf besteht darin, dass er im Vergleich zu anderen Pflanzen relativ pflegeleicht ist. Wenn die Lichtverhältnisse allerdings nicht stimmen und der Hanf zu wenig davon abbekommt, beginnt er zu „spargeln“. Das heißt: Er wird sehr lang und dünn und entwickelt zudem nur wenige Blätter – dann ist es vorbei mit der Zierde. Wer die Pflanze also nicht im Freien oder direkt in der Sonne stehen hat, sollte sich mit entsprechenden Lampen aushelfen. Wenn der Hanf gut mit Licht versorgt wird, wächst er solange bis er aufgrund der Topfgröße mit den Wurzeln an seine Grenzen stößt. Auch beginnt die Pflanze nur zu blühen, wenn sie weniger als 18 Stunden Tageslicht erhält. Ganz nebenbei mögen Mücken und allerlei andere Insekten den Geruch der Cannabis-Pflanzen nicht. Noch ein Grund mehr, sie sich ins Zimmer oder auch auf den Balkon zu holen.

    ERNTEZEIT OHNE FOLGEN

    Wer sich aber nicht nur am originellen Aussehen des Hanfs erfreuen will, darf auch dessen Blätter – vollkommen legal – ernten und aus ihnen einen herrlichen und frischen Tee machen. Gemeinsam mit Zitronenmelisse und Minze würde sich so der Cannabis auch gut als Küchenpflanze machen. Zusätzlich kann eine verführerisch duftende Tasse Hanf-Minz-Melissen-Tee skeptische Besucher von der rein ästhetisch-deliziösen Absicht überzeugen und anstatt unangenehmer Folgen erntet man schlussendlich vielleicht nicht nur Blätter sondern auch zustimmendes Nicken. Was ihr mit eurer Hanfpflanze macht, liegt natürlich ganz an euch ... Wenn ihr noch Fragen zur Aufzucht eures Stecklings habt, stehen wir euch gerne mit Insider-Tipps und -Tricks zur Seite!

  • ANBAU-TIPPS: DIESE PFLANZEN VERTRAGEN SICH

    ANBAU-TIPPS: DIESE PFLANZEN VERTRAGEN SICH

    Ob am Balkon oder im Hinterhof: Wenig macht Pflanzenliebhaber und -liebhaberinnen so froh wie ein kleines eigenes Gärtlein. Wir verraten euch, welche Gewächse sich gut mit Hanfpflanzen vertragen und in welchen Beziehungen sogar beide Seiten profitieren. Da die Hanfpflanze ein geselliges Gewächs ist, verträgt sie sich grundsätzlich mit den meisten anderen Balkonpflanzen. Ideal sind natürlich Beet-Genossen, die ähnliche Ansprüche in Sachen Licht und Wasser haben. Daher eignen sich zum Beispiel verschiedene Sorten Tomaten, Paprika oder Chilis. Diese Früchte lieben viel Licht und brauchen auch ordentlich Wasser, besonders in der heißen Jahreszeit. Andere Gemüsepflanzen wie Kohl oder Kartoffeln profitieren noch ganz anders von deiner Hanfpflanze: Diese hält ihnen nämlich Schädlinge wie den Kartoffelkäfer oder den Kohlweißling vom Leib. (In diesem Beitrag erfährst du noch mehr über Cannabis als Pestizid.) So ergibt sich eine ausgezeichnete Symbiose im Balkonkisterl oder im Gemeinschaftsbeet hinter dem Haus.

    KRÄUTER UND ZIERPFLANZEN

    Auch Kräuter aller Art oder gewisse Zierpflanzen passen gut zu Hanf. Was gibt es besseres, als deine Hanf-Teeblätter gleich mit Minze oder Ringelblume frisch aus dem Balkonbeet zu mischen? Diese Kräuter vertragen sich mit dem Hanfsteckling und verbreiten zudem ein herrliches Aroma. Außerdem wachsen sie nicht so hoch und buschig wie beispielsweise Tomatenstauden, sodass sie deiner Hanfpflanze nicht das Licht rauben. Eine Alternative sind wohlriechende Zierpflanzen wie Lavendel oder Küchenkräuter wie Basilikum. In deinem privaten Kräutergarten kannst du Hanf ohnehin bedenkenlos setzen - auch mit Petersilie, Schnittlauch, Liebstöckl und anderen beliebten Balkonkräutern versteht er sich blendend. Nebenbei haben diese den großen Vorteil, dass sie deine Hanfpflanze schützen. Der Geruch von Lavendel soll Blattläuse vertreiben, und Salbei, Thymian oder Kerbel wird nachgesagt, dass sie Schnecken von deinem Schrebergarten fern halten. Kleiner Tipp: Sollte deine Pflanze wirklich einmal Läuse haben, kannst du ihr etwas Kaffeesud ins Trinkwasser geben. Komm nur bitte nicht auf die Idee, sie zum Auskurieren in die Wohnung mitzunehmen! Nichts hilft besser gegen einen Blattlaus-Befall, als der natürliche Nützling Marienkäfer.

    BALKONBLUMEN

    Auch Balkonblumen sind schöne Partner für den Hanf. Pelargonien, Margeriten, Hortensien und Co. sehen nicht nur hübsch aus, sondern ziehen dank ihrer bunten Farben auch noch andere Nützlinge wie Bienen oder Schmetterlinge an. Wenn auch im Winter noch etwas blühen soll, musst du zu ganzjähriger Balkonbepflanzung greifen - zum Beispiel zu Zierstauden wie der Schleifenblume, oder Knollenblumen wie Krokus und Schneeglöckchen. Im Gemüsebeet kannst du natürliche winterharte Sorten wie Kohl, Rüben oder Knoblauch setzen. Sehr wichtig, wenn du deine Hanfpflanze im Sommer in einen Freiluft-Schrebergarten umsiedelst, ist und bleibt natürlich die Beleuchtung: Bedenke, dass die Pflanze mindestens 18 Stunden pro Tag Licht haben muss, damit sie nicht zu blühen beginnt. Am Balkon kannst du dir mit Solarleuchten behelfen (denk daran, vorab zu testen, ob sie wetterfest und hell genug sind!), und eine Hanfpflanze im Garten bringst du, sobald die Tage kürzer werden, am besten wieder ins Haus.

  • KOCHEN MIT HANF: VOM SAMEN BIS ZUM BLATT

    KOCHEN MIT HANF: VOM SAMEN BIS ZUM BLATT

    Hanf ist mittlerweile dank seiner zahlreichen positiven Eigenschaften nicht mehr nur als Tierfutter sehr beliebt, sondern auch beim Menschen. Ob Samen, Sprosse oder Blatt – jeder Teil der Pflanze kann verwertet werden. Kaum ein anderer Bestandteil der Hanfpflanze ist so reichhaltig an Nährstoffen wie der Samen der Pflanze. Hanfsamen sind aber nicht nur reich an allen essentiellen Aminosäuren und Fettsäuren, sondern enthalten auch viele wichtige Mineralien und Spurenelemente wie Zink, Kalium, Magnesium oder Eisen. Einige Wissenschaftler behaupten sogar, dass Hanfsamen durch ihre Widerstandsfähigkeit und Nährstoffdichte alle Menschen mit den notwendigen Proteinen versorgen und dadurch Hungersnöte auf der ganzen Welt beseitigen könnten. So vielseitig die Inhaltsstoffe der Samen sind, so unterschiedlich kann sich auch ihre Zubereitung gestalten. Hanfsamen können zum Beispiel als kleine Knabberei zwischendurch dienen – alleine oder gemeinsam mit Nüssen und Trockenfrüchten. Aber auch im Salat oder Joghurt, Müsli oder gesunden Smoothies sind die Samen ein großer Nährstofflieferant. Besonders lecker sind die Samen auch in Pasta-Gerichten.

    NÄHRSTOFFE ERHALTEN

    Doch aufgepasst: Werden die Samen zu hoch erhitzt, muss man damit rechnen, dass die meisten Proteine gerinnen und somit auch keinen Nutzen mehr für den Körper haben. Auch das kaltgepresste Hanföl und Hanfmehl besteht aus Hanfsamen. Das Öl sollte aber nicht zum Kochen, sondern eher als Teil des Salatdressings verwendet werden, da hier – genau wie bei den ganzen Samen – die Nährstoffe beim Erhitzen verschwinden. Das Mehl aus Hanfsamen hat den höchsten Fasergehalt im Vergleich zu anderen Mehlsorten und hat somit auch wahnsinnig viele Ballaststoffe. Laut Studien kann eine ballaststoffreiche Ernährung das Risiko an manchen Krankheiten zu erleiden erheblich senken. Sie soll beispielsweise Herzinfarkten vorbeugen und den Cholesterin- und Blutzuckerspiegel senken.

    SPROSSEN: GESUNDE ALTERNATIVE

    Jetzt kommt der ultimative Tipp für alle Sprossenliebhaber: Hanfsprossen! Um an diese Leckerei heranzukommen, muss man außerdem kein Profigärtner sein. Am besten wachsen die Sprossen aus ungeschälten Samen. Diese einfach über Nacht in Wasser einweichen und am nächsten Morgen gründlich spülen. Danach die Samen abtropfen lassen und ab ins Keimgefäß damit. Jetzt sollten die Keimlinge viel Helligkeit abbekommen, allerdings nie in die pralle Sonne gestellt werden. Dadurch bekommen sie nämlich einen bitteren Nachgeschmack. Die ideale Raumtemperatur liegt zwischen 20 und 25 Grad. Diese Prozedur sollte nun solange wiederholt werden, bis die ersten Sprösslinge wachsen. Nach drei bis vier Tagen sind dann die Sprossen bereit zum Verzehr. Besonders lecker schmecken diese dann auf dem Brot oder im Salat. Durch ihren leicht nussigen Geschmack können sie aber natürlich auch mit anderen Lebensmitteln kombiniert werden. Hanfsprossen sind aber nicht nur lecker, sondern auch gesund: Durch das Keimen werden nämlich Vitamine, Enzyme, Mineralien und Eiweiße freigesetzt und das Öl abgebaut.

    HANFBLÄTTER - ES GRÜNT SO GRÜN

    Die Blätter der Hanfpflanze werden schon seit Jahrhunderten vor allem in flüssiger Form genossen. Der Tee aus den Hanfblättern hat meist einen nussig-grasigen Geschmack und kann auch mit anderen Teesorten kombiniert werden. Je nachdem, mit welcher Pflanze man den Aufguss zubereitet, kann der Tee aktivierend und aufhellend oder beruhigend und entspannend wirken. Vom Samen bis
    zur Blattspitze steckt die grüne Pflanze voller wichtiger Nährstoffe. Hanf kann somit nicht nur bei Tieren, sondern auch bei Menschen eine gesunde Abwechslung in die Essensgewohnheiten bringen.

  • ANBAU-TIPPS: DER RICHTIGE TOPF

    ANBAU-TIPPS: DER RICHTIGE TOPF

    Eigentlich gehört Hanf zu den robustesten und unkompliziertesten Pflanzen überhaupt - nicht nur deshalb war und ist er seit Jahrhunderten so ein beliebtes Gewächs. Trotzdem gibt es ein paar Punkte zu beachten, wenn man Anfängerfehler vermeiden und sich möglichst lange an seiner Hanfpflanze erfreuen will. Wir bringen die wichtigsten Anbau-Tipps für Einsteiger auf den Punkt. Heute: Die richtige Topfgröße für deine Hanfpflanze. Vorab sei noch einmal erwähnt, dass der Besitz einer Hanfpflanze und die Verarbeitung ihrer Blätter in Österreich absolut legal ist. Problematisch wird es nur bei den Blüten - in diesem Artikel erfährst du mehr dazu. Wichtig für eine gesunde und glückliche Hanfpflanze ist zunächst die richtige Topfgröße: Solange sich die Pflanze im Wurzelbereich entfalten kann und das Klima im Topf das richtige bleibt, werden auch die Blätter sprießen. Gerade Anfängerfehler, die leicht passieren, wie zum Beispiel zu viel Wasser und dadurch entstehende Staunässe im Topf, lassen sich um einiges leichter vermeiden, wenn das Volumen des Topfes von Anfang an passt.

    WIE GROSS SOLL DER TOPF SEIN?

    In einem richtig großen Topf ist die Erde gut durchwurzelt, aber nicht komplett von Wurzelwerk umschlossen - die Pflanze hat also noch Entfaltungsspielraum. Der Steckling, den du von Hanfgarten bekommst, befindet sich für den Transport in einem kleinen Töpfchen, aus dem man ihn aber sofort nach Erhalt befreien sollte. Darüber, welche Topfgröße dann die richtige ist, gibt es unterschiedliche Meinungen. Wir empfehlen, den Topf schrittweise zu vergrößern. So muss die Pflanze zwar öfter umgetopft werden, sie wächst aber etwas kontrollierter heran und gerade anfangs könnt ihr öfter überprüfen, ob die Wurzeln gesund aussehen. Der Steckling kann zunächst in einen Topf von etwa 8-10L Fassungsvermögen eingetopft werden. Wichtig ist, dass der Topf auf einem Untersetzer steht und an der Unterseite Löcher hat, durch die überschüssiges Wasser abfließen kann. Alternativ hilft eine Drainage aus Kies oder Blähton, um Nässe abzuleiten, bevor sie sich stauen kann.

    Die Konzentration von THC in den Blättern hingegen ist mit <0,2 Prozent so gering, dass sie sich im legalen Rahmen des EU-Grenzwertesfür Lebensmittel befindet. Tee aus Hanfblättern zu kochen und zu genießen ist also gesetzlich ebenso unbedenklich, wie sich ein Tässchen Zitronenmelisse aufzubrühen.

    Wichtig ist nur, dass die Pflanze auch zuhause auf der Fensterbank mindestens 18 Stunden täglich und das rund ums Jahr durchgehend beleuchtet wird - so verhinderst du, dass sie überhaupt erst zu blühen beginnt. Warum das so ist, was genau dabei zu beachten ist und welche Lampen sich dafür am besten eignen, erfährst du in unserer Reihe "Tipps zum Hanfanbau".

    UMZUG

    Hat man den Topf soweit präpariert, löst man den Steckling vorsichtig aus seinem mitgelieferten Gefäß (durch sanftes Rollen zwischen den Händen lassen sich Erde und Topfwand leichter voneinander trennen) und pflanzt ihn ein. Fürs Umtopfen wird empfohlen, die Pflänzchen davor etwa 24 Stunden nicht mehr zu bewässern, damit der Wurzelballen nicht zu feucht ist und beim Stürzen nicht zerbröckelt. Nach seinem Umzug in den neuen Topf verträgt die Pflanze allerdings eine Bewässerung und eventuell auch etwas Dünger in Form eines verdünnten Vitamin-B1-Präparats, um sich besser vom Stress des Umtopfens zu erholen. Ist das Blattwerk in etwa so groß geworden wie der Topf selbst, lohnt es sich, einen Blick auf die Wurzeln zu werfen: Sind sie an der Topfunterseite schon sichtbar? Dann haben sie inzwischen wahrscheinlich zu wenig Platz.

    JE NACH PLATZ

    Der nächstgrößere Topf kann zwischen 15 und 25L Fassungsvermögen haben - je nachdem, wie viel Platz man in den eigenen vier Wänden zur Verfügung hat. Grundsätzlich wächst Hanf gern so lange, so lange er Platz zum Wachsen hat. Soll er nicht mehr größer werden, kann man damit beginnen, Blätter abzuschneiden und zu verarbeiten, die Pflanze braucht dann in der Regel nicht mehr umgetopft zu werden. Auf jeden Fall schadet es nie, das Wurzelwerk regelmäßig aus der Nähe zu betrachten, um sich vom Zustand der Hanfpflanze zu überzeugen. Gesunde Wurzeln sind hell und fein verästelt. Sehen die Wurzeln eher schleimig oder dunkel aus, sind sie womöglich leicht faulig und sollten zumindest ordentlich gereinigt, gegebenenfalls sogar erneut umgetopft werden, da sich Keimrückstände in der Erde befinden können. Wie immer gilt: Viel Spaß und vor allem Erfolg beim Anbau deiner Cannabispflanze! Wenn du dir in den ersten Wochen täglich ein wenig Zeit für deinen Steckling nimmst und ein Auge auf ihn hast, wird er es dir aller Wahrscheinlichkeit nach auch mit guter Gesundheit danken.

  • ANBAU-TIPPS: DIE RICHTIGE ERDE

    ANBAU-TIPPS: DIE RICHTIGE ERDE

    Nachdem wir uns im ersten Teil unserer Anbau-Tipps der richtigen Topfgröße für Hanfpflanzen gewidmet haben, beantworten wir heute folgende Fragen: Gibt es eigene Hanferde? Kann ich einfach die Erde verwenden, die ich schon im Keller habe? Und was schmeckt der Cannabis-Pflanze am Besten?
    Ähnlich wie bei Gemüse, beeinflusst auch beim Hanfanbau die Beschaffenheit der Erde den Geschmack der Pflanze. Bei der Zubereitung von Hanfgarten-Hanftee, welcher sich ja durch seine speziellen Aromen auszeichnet, ist die geschmackliche “Färbung” der Blätter ein wesentlicher Bestandteil des Genusses. Obwohl Hanf an sich eine unkomplizierte Pflanze ist, hat sie doch Ansprüche an die Erde. Am liebsten ist der Cannabispflanze ein lockeres organisches Erdgemisch, in dem verschiedene Erden, Gesteine und Nährstoffe enthalten sind. Lockere Erde, durchmischt von z.B. Kies oder Sand, sorgt dafür, dass Wasser, welches die Wurzeln nicht aufnehmen, leichter abfließen kann, und dass die Wurzeln genügend Sauerstoff haben - zwei grundlegende Faktoren für das Wohlbefinden der Hanfpflanze.

    BLUMENERDE UND CO

    Blumenerde eignet sich normalerweise gut für Hanf, und der leicht höhere Gehalt an Phosphor speziell in Blühpflanzen-Erde bekommt auch der Hanfpflanze sehr gut. (Keine Sorge: Das trifft natürlich auch für Hanf zu, der nicht blühen soll.) Allerdings sollte man anfangs eine gewisse Beratung einholen und die Erde gegebenenfalls zusätzlich mit Nährstoffen anreichern. Wer genauer auf die Mischung schauen möchte, kann eine ausgewogene organische Zusammensetzung selbst zusammenstellen oder zusammenstellen lassen - zum Beispiel aus Kompost, Torf, Sand, Steinstaub, Kokosfasern und Sojamehl. Optionale Zutaten wie Wurmkompostierung oder Süßkalk sind kein Muss, reichern die Erde aber mit Spurenelementen an und verbessern ihre Gesamtqualität. Wenn man mehrere Stecklinge parallel aufzieht, kann man auch mit der Zusammensetzung experimentieren und die Ergebnisse vergleichen.

    HANF STEHT AUF GUTE ERDE

    Vermeiden sollten Anfänger den Verzicht auf gute Erde, um “mal zu schauen, ob was daraus wird”. Mit normaler Gartenerde oder Zimmerpflanzen-Erde kann man nämlich einiges falsch machen und den Wachstumserfolg des Hanf-Stecklings sprichwörtlich bereits im Keim ersticken. Wenn er dünn und schwach heranwächst und kaum Blätter bildet, wirst du nicht viel Freude an deiner Pflanze haben. Hast du deine Hanfpflanzen nun schon eingesetzt und trotz Hege und Pflege wollen sie nicht so recht anwachsen, muss nicht unbedingt gleich wieder umgetopft werden - obwohl das eine Option sein kann. Zunächst kannst du eine fachliche Meinung einholen (zum Beispiel beraten wir bei Hanfgarten dich gerne) und die Erde entsprechend düngen. Bei der nächstgrößeren Topfgröße lohnt es sich dann aber, von Anfang an in die richtige Erdmischung zu investieren.

  • ANBAU-TIPPS: DAS RICHTIGE LICHT

    ANBAU-TIPPS: DAS RICHTIGE LICHT

    Wer seine Stecklinge gemäß Hanfgarten-Prinzip zu 100% legal anbauen möchte, braucht die richtige Beleuchtung. Wichtig ist nämlich: Eine Cannabispflanze, die nicht blühen soll, benötigt mindestens 18 Stunden Licht am Tag, und zwar von besonderer Temperatur und Intensität. Welche Lampen sich dafür am besten eignen, erfährst du hier.

    ES SOLL IMMER SOMMER SEIN!

    Zur Aufzucht einer Hanfpflanze im Innenraum ist entsprechendes künstliches Licht Voraussetzung. Auch wenn die Pflanze am Fenster steht, bekommt sie nämlich nicht ausreichend Licht, um einerseits schön groß und buschig zu wachsen, andererseits aber nicht in die Blühphase zu kommen. Hintergrund dessen ist, dass Hanfpflanzen in der freien Natur mit ihrem einjährigen Lebenszyklus den Sommer hindurch wachsen und bei Einbruch des Herbstes – also wenn das Tageslicht schwächer wird – beginnen, zu blühen, um sich rechtzeitig vor “Ablaufen ihrer Zeit” fortpflanzen zu können. Beleuchtet man die Pflanze künstlich weiter, gaukelt man ihr quasi einen immerwährenden Sommer vor, und sie investiert weiter Energie in ihr Wachstum.

    Über die richtige Cannabis-Beleuchtung entscheiden vor allem Helligkeit und Farbtemperatur der Lampe, aber unter Rücksichtnahme auf die eigene Stromrechnung sollte man auch auf die Leistung des Leuchtmittels ein Auge haben – schließlich sollen deine Stecklinge täglich mindestens 18 Stunden lang unter Licht stehen!

    FARBTEMPERATUR

    Hanfpflanzen lieben Sonnenschein – daher ist die richtige Farbtemperatur für deine Hanf-Lampe dem Tageslicht möglichst ähnlich. Das erreichst du, indem du eher kühles, bläuliches Licht mit hoher Kelvinanzahl (4.000 bis 7.000 Kelvin) wählst, beispielsweise Leuchtstoffröhren, LEDs in Neutralweiß bis Tageslichtweiß, oder Metallhalogenlampen. Auskunft über die Leuchtkraft einer Lampe gibt die Einheit Lumen. Lumen bezeichnen eigentlich den Lichtstrom, also die Intensität des wahrnehmbaren Lichtes. In Zeiten von Energiesparlampen wird diese Einheit zur Angabe der Helligkeit bevorzugt, da ja eine stromsparende Lampe trotz geringeren Verbrauchs nicht weniger Licht geben sollte.

    ALS RICHTWERT:

    60-Watt-Glühbirne: 600 Lumen; 20W-Energiesparlampe (A): 1.150 Lumen; 40-Watt-Leuchtstoffröhre: 2.300 Lumen. Beim Cannabis-Anbau werden etwa 25.000 Lumen pro m2 empfohlen. Dies ist für den legalen Hanfanbau der durchgehend richtige Beleuchtungsgrad, da die Pflanze damit in ihrem Wachstum, jedoch nicht beim Blühen unterstützt wird.

    Geht man davon aus, dass auf einem Quadratmeter zehn Stecklinge bequem Platz haben, sollten also etwa 2.500 Lumen ausreichend sein, um einen einzelnen Steckling vernünftig zu beleuchten. Dies kannst du einfach hochrechnen, je nachdem, wie viele Pflanzen du nebeneinander setzt. Die Anzahl der Watt ist eher sekundär, da, wie bereits erwähnt, der Lumen-Wert ausschlaggebend für die Helligkeit deiner Hanf-Lampe ist.
    Natürlich schonst du aber Klima wie Geldbörse, wenn du zu Energiesparlampen greifst – bedenkt man, wie lange am Stück deine Pflanze Licht bekommen soll, fällt das ordentlich ins Gewicht.

    HANFGARTEN-TIPP

    Pro Steckling empfehlen wir eine energiesparende LED-Lampe mit etwa 2.500 Lumen Lichtstrom und einer Farbtemperatur von 5000 Kelvin oder höher. Gut geeignet sind zum Beispiel Metallhalogenlampen, welche von vielen Hobbygärtnern und Züchtern exotischer Pflanzensorten gern eingesetzt werden, um ihre Gewächse auch in den Wintermonaten mit ausreichend “Tageslicht” zu versorgen.

    Wichtig: Für diesen Typ Lampe braucht man aber immer ein Vorschaltgerät, welches die Energieentladung regelt! Wer es ein wenig einfacher und ohne Ausflug in den Fachhandel haben möchte, kann zu gängigen Energiesparlampen greifen. Wenn du deinen Steckling mit zwei 20W-Energiesparleuchten der Effizienzklasse A beleuchtest und dazu vielleicht noch einen Reflektor einsetzt, ist deine Hanfpflanze gut versorgt.

    Am besten ist auch hier: beobachten, wie es ihr geht! Wollen die Blätter einfach nicht größer und dichter werden, und stimmt auch alles mit Erde und Wurzelwerk, dann braucht sie wahrscheinlich mehr Licht.

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