HOCH DIE TASSEN: HANFTEE-ZUBEREITUNG

Nun haben wir schon oft erwähnt, wie ausgezeichnet die Teemischungen von Hanfgarten schmecken – aber haben wir sie eigentlich schon einmal vorgestellt? Die Autorin nutzt die Gelegenheit und brüht sich gleich ein Tässchen auf.Hanftee? Manch eine/r ist da skeptisch – und nicht nur, weil viele Österreicherinnen und Österreicher (noch) nicht wissen, dass die Blätter der Hanfpflanze keinerlei THC in illegalen Mengen enthalten und somit durchaus für genüssliche Stunden oder kulinarische Experimente verwendet werden können. Der Cannabispflanze werden inzwischen einige wohltuende oder sogar heilende Effekte nachgesagt. Ob man daran glaubt, bleibt natürlich jedem selbst überlassen, was aber jeder tun kann, ist, den leckeren Tee einfach selbst zu kosten! Da Hanf einerseits nicht jedem schmeckt, er andererseits seine Wirkung oft noch besser in Kombination mit anderen Pflanzen entfaltet, empfiehlt sich für viele eine Teemischung aus Hanfblättern mit anderen Kräutern oder Früchten. Der Hanfgarten hat ein paar Rezepte zusammengestellt, in denen die Hanfblätter harmonisch mit anderen Zutaten kombiniert werden. Ob du schon deine eigene Hanfpflanze zuhause hast oder nicht, ist ganz egal: Es lohnt sich trotzdem, deine Lieblings-Teemischung zu finden, und sei es, um dir anschließend die entsprechenden Zutaten selbst ins Beet zu setzen.
DIE MISCHUNG MACHTS
Die meisten Hanftees wirken entspannend. Je nach Zugabe von anderem Gewächs können sie zusätzlich entweder belebend und verdauungsfördernd wirken; oder aber sie beruhigen gänzlich, lösen Krämpfe und Verspannungen und fördern sogar den Schlaf. Gute Partner für den Hanf sind Hibiskus und Hagebutte, wenn er den Magen-Darm-Trakt aktivieren und Entzündungen hemmen soll. Soll er krampflösend wirken, mischt man ihn lieber mit Apfelminze und Ringelblume. Unter Zugabe von Zitronenmelisse schläft man nach einem Tässchen besonders gut, und der “pure” Hanftee, aus 100% Hanfblättern also, wirkt tatsächlich appetitanregend – kein idealer Gute-Nacht-Trunk also, wenn’s keine nächtlichen Ausflüge zum Kühlschrank geben soll.
tee
ZEIT FÜR HANFTEE
Wenn du deinen Hanftee direkt beim Hanfgarten bestellst, ist er natürlich einfach und schnell aufgebrüht. Einfach ein bis zwei große Prisen (oder gehäufte Teelöffel) pro Tasse mit kochendem Wasser übergießen, ziehen lassen, fertig. Wenn du schon eine Hanfpflanze zuhause hast und deinen Tee direkt pflückst, bevor du ihn genießt, schneidest du einfach zwei bis drei wohlgeformte Blätter von deiner Pflanze ab – vorausgesetzt, sie hat schon genug “Nachwuchs”! – und schneidest oder reißt sie sanft in kleinere Stücke. Das hat den Hintergrund, dass durch den Bruch der Pflanzenfasern mehr Flüssigkeit und dadurch mehr Geschmack und Wirkung in dein Teewasser gelangen.
TROCKNEN UND GENIESSEN
Du kannst die Blätter natürlich auch vorher trocknen, zum Beispiel auf einem Geschirrtuch oder Stück Küchenrolle, welches du auf die Heizung legst. Breite die Blätter darauf aus und lass sie 24 bis 48 Stunden trocknen. Anschließend kannst du sie gleich verwenden, oder zerbröseln und in einer Teedose aufbewahren. Diese Methode empfiehlt sich besonders, wenn du schon mehrere Pflanzen zuhause hast und größere Mengen an Tee vorbereiten möchtest, oder wenn du deine Hanfblätter mit anderen getrockneten Kräutern mischst. Und wie schmeckt er nun eigentlich, dieser Hanftee? Am ehesten wie ein fein ausgewogener Kräutertee. Bist du also schon begeisterte/r Kräutertee-Trinker/in, findest du gewiss auch Gefallen an den Hanftee-Mischungen aus dem Hanfgarten, oder natürlich an deinen eigenen Kreationen. Und wenn du üblicherweise vor allem “English Breakfast” oder Grüntee trinkst, probier mal etwas Neues! Kräutertee ist nämlich basisch und dadurch besonders gut bekömmlich – zu jeder Tageszeit.