Hanf ist mittlerweile dank seiner zahlreichen positiven Eigenschaften nicht mehr nur als Tierfutter sehr beliebt, sondern auch beim Menschen. Ob Samen, Sprosse oder Blatt – jeder Teil der Pflanze kann verwertet werden. Kaum ein anderer Bestandteil der Hanfpflanze ist so reichhaltig an Nährstoffen wie der Samen der Pflanze. Hanfsamen sind aber nicht nur reich an allen essentiellen Aminosäuren und Fettsäuren, sondern enthalten auch viele wichtige Mineralien und Spurenelemente wie Zink, Kalium, Magnesium oder Eisen. Einige Wissenschaftler behaupten sogar, dass Hanfsamen durch ihre Widerstandsfähigkeit und Nährstoffdichte alle Menschen mit den notwendigen Proteinen versorgen und dadurch Hungersnöte auf der ganzen Welt beseitigen könnten. So vielseitig die Inhaltsstoffe der Samen sind, so unterschiedlich kann sich auch ihre Zubereitung gestalten. Hanfsamen können zum Beispiel als kleine Knabberei zwischendurch dienen – alleine oder gemeinsam mit Nüssen und Trockenfrüchten. Aber auch im Salat oder Joghurt, Müsli oder gesunden Smoothies sind die Samen ein großer Nährstofflieferant. Besonders lecker sind die Samen auch in Pasta-Gerichten.

NÄHRSTOFFE ERHALTEN

Doch aufgepasst: Werden die Samen zu hoch erhitzt, muss man damit rechnen, dass die meisten Proteine gerinnen und somit auch keinen Nutzen mehr für den Körper haben. Auch das kaltgepresste Hanföl und Hanfmehl besteht aus Hanfsamen. Das Öl sollte aber nicht zum Kochen, sondern eher als Teil des Salatdressings verwendet werden, da hier – genau wie bei den ganzen Samen – die Nährstoffe beim Erhitzen verschwinden. Das Mehl aus Hanfsamen hat den höchsten Fasergehalt im Vergleich zu anderen Mehlsorten und hat somit auch wahnsinnig viele Ballaststoffe. Laut Studien kann eine ballaststoffreiche Ernährung das Risiko an manchen Krankheiten zu erleiden erheblich senken. Sie soll beispielsweise Herzinfarkten vorbeugen und den Cholesterin- und Blutzuckerspiegel senken.

 


 

SPROSSEN: GESUNDE ALTERNATIVE

Jetzt kommt der ultimative Tipp für alle Sprossenliebhaber: Hanfsprossen! Um an diese Leckerei heranzukommen, muss man außerdem kein Profigärtner sein. Am besten wachsen die Sprossen aus ungeschälten Samen. Diese einfach über Nacht in Wasser einweichen und am nächsten Morgen gründlich spülen. Danach die Samen abtropfen lassen und ab ins Keimgefäß damit. Jetzt sollten die Keimlinge viel Helligkeit abbekommen, allerdings nie in die pralle Sonne gestellt werden. Dadurch bekommen sie nämlich einen bitteren Nachgeschmack. Die ideale Raumtemperatur liegt zwischen 20 und 25 Grad. Diese Prozedur sollte nun solange wiederholt werden, bis die ersten Sprösslinge wachsen. Nach drei bis vier Tagen sind dann die Sprossen bereit zum Verzehr. Besonders lecker schmecken diese dann auf dem Brot oder im Salat. Durch ihren leicht nussigen Geschmack können sie aber natürlich auch mit anderen Lebensmitteln kombiniert werden. Hanfsprossen sind aber nicht nur lecker, sondern auch gesund: Durch das Keimen werden nämlich Vitamine, Enzyme, Mineralien und Eiweiße freigesetzt und das Öl abgebaut.

HANFBLÄTTER - ES GRÜNT SO GRÜN

Die Blätter der Hanfpflanze werden schon seit Jahrhunderten vor allem in flüssiger Form genossen. Der Tee aus den Hanfblättern hat meist einen nussig-grasigen Geschmack und kann auch mit anderen Teesorten kombiniert werden. Je nachdem, mit welcher Pflanze man den Aufguss zubereitet, kann der Tee aktivierend und aufhellend oder beruhigend und entspannend wirken. Vom Samen bis
zur Blattspitze steckt die grüne Pflanze voller wichtiger Nährstoffe. Hanf kann somit nicht nur bei Tieren, sondern auch bei Menschen eine gesunde Abwechslung in die Essensgewohnheiten bringen.

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