Wenn Du nicht monatelang auf die Ernte warten möchtest, gibt es dafür Lösungen: Autoflower- und Fast-Flowering Cannabissamen. Diese stellen wir Dir im folgenden Artikel vor und geben zudem wichtige Tipps für den Anbau.

Unkompliziert und effizient: Der Anbau mit feminisierten Autoflowering Cannabispflanzen

Für diejenigen, die keine Zeit und Geduld haben, sind feminisierte Autoflowering Cannabispflanzen die richtige Wahl. Denn im Gegensatz zu photoperiodischen Sorten, die einen spezifischen Lichtzyklus benötigen, um von der vegetativen Phase zur Blütephase überzugehen, beginnen Autoflowering-Sorten automatisch zu blühen. Das wird unter anderem durch Kreuzungen mit Cannabis Ruderalis erreicht, da diese Cannabissorte in Regionen mit kurzen Sommerperioden wächst und unabhängig vom Lichtzyklus blüht.

Daneben bieten Autoflowering-Pflanzen weitere Vorteile. Sie sind einfach anzubauen und weniger anfällig für Lichtstörungen, benötigen weniger Dünger und erfordern auch weniger Pflege als photoperiodische Cannabissorten. Außerdem wachsen die Autoflowering-Pflanzen meist nicht sehr hoch, sodass sie ideal für den Indoor- und Outdoor-Anbau geeignet sind.

Die fünf schnellsten Autoflowering Cannabissorten

Oftmals heißt es, dass der kurze Anbauzyklus auch eine magere Ernte mit sich bringt. Das muss aber nicht sein, zumindest nicht mit den folgenden fünf Autoflowers.

Hollands Hope (Dutch Passion):

Hollands Hope ist eine stabile Cannabissorte (25 % Sativa/ 75 % Indica), die einen hohen Ertrag nach etwa acht Wochen verspricht (ca. 15 % THC, wenig CBD). Die Geschmacksnote reicht von mild würzig über erdig bis hin zu einem leichten nussigen Geschmack. Als eine der stärksten Indicas sorgt Hollands Hope für ein schweres körperliches Stoned gepaart mit einem leichten geistigen Touch. Dabei kann der Genuss durchaus appetitanregend sein.

Pineapple Chem Auto (Humboldt Seeds):

Dank ihrer Eltern Green Crack Auto und Chem-bomb Auto bietet Pineapple Chem Auto (10 % Sativa/ 70 % Indica/ 20 % Ruderalis) potente Buds mit einem THC-Gehalt von etwa 20 %. Sobald die Samen keimen, dauert es nur etwa acht bis neun Wochen bis zur Ernte. Dabei ist diese Cannabissorte besonders robust sowie widerstandsfähig und kann damit in jedem Setting angebaut werden. Der intensive tropische Geschmack in Verbindung mit süßen Blumennoten ist besonders angenehmen und wer auf der Suche nach tiefer Entspannung ist, liegt mit Pineapple Chem Auto genau richtig. Dabei wirkt die Sorte körperlich als auch geistig entspannend.

Dance World (Royal Queen Seeds):

Dance World ist eine Kreuzung aus Dancehall 20 und Juanita la Lagrimosa und überzeugt mit einer einen schnellen Ernte nach etwa acht Woche und wunderschönen orangefarbenen Blütenstempeln. Bei der Sativa-dominanten Pflanze (75 % Sativa / 25 % Indica) ist der THC- und CBD-Gehalt recht ausgeglichen (ca. 12 % THC /ca. 11 % CBD), was sie vor allem für medizinische Anwender interessant macht. Der Geruch der Pflanze ist mild, ebenso die fruchtig-erdige Geschmacksnote. Dafür sorgt Dance World für einen erhebenden Effekt, der jedoch aufgrund des ausgeglichenen THC-/CBD-Gehaltes nicht zu stark wird. Dementsprechend ist es möglich, einen klaren Kopf zu bewahren.

Skunk #1 (Sensi Seeds):

Skunk #1 ist der feminisierte Nachfolger der legendären Sorte Skunk, die nie an Beliebtheit verloren hat. Die neue Version ist eine schnell blühende Sorte innerhalb von etwa acht Wochen, die einen großen Ertrag sowie dichte Nuggets bildet. Die Kombination aus 65% Indica und 35% Sativa verbindet die entspannende Wirkung mit einem energetischen High gepaart mit einem erdigen, süßen und „skunkigen“ Geschmack.

Northern Lights Auto (White Label):

Northern Lights ist ebenso bekannt wie Skunk und gehört zu den berühmtesten Cannabissorten. Die Autoflowering-Sorte ist eine Kreuzung aus NL und Afghani (10 % Sativa/ 90 % Indica) und hat eine Blütezeit von nur etwa sieben bis acht Wochen. Wie viele Cannabispflanzen mit Indica-Dominanz bleibt Northern Lights Auto relativ klein, bietet jedoch dennoch große Buds, die am Ende der Blütezeit mit Harz überzogen sind. Geschmacklich darf man sich auf ein fruchtiges und erdiges Aroma freuen. Ebenso auf einen sehr beruhigenden Effekt, der sich im gesamten Körper ausbreitet.

Tipps für den Anbau von Autoflowering-Cannabis

Bedenke, dass in den meisten Autoflowers die Cannabis-Unterart Ruderalis steckt, die im Gegensatz zu Sativa- und Indica-Sorten auf natürliche Weise nach ungefähr vier Wochen mit der Blütephase beginnt, ohne dass sie eine Änderung des Lichtzyklus benötigt. Zur Maximierung des kurzen Lebenszyklus ist es ratsam, die Pflanzen unter dem 18/6-Lichtplan wachsen zu lassen.

Weiter gilt es zu beachten, dass Autoflowers im Gegensatz zu photoperiodischen Sorten nicht gut auf das High-Stress-Training (HST) reagieren. Hierunter werden verschiedene Techniken verstanden, wie zum Beispiel Beschneidung, Toppen und Supercropping, die die Cannabispflanzen dazu bringen sollen, einen hohen Ertrag zu produzieren. Aufgrund des kurzen Lebenszyklus sowie dem Übergang von der Wachstums- zur Blütephase führt das HST bei Autoflowers zu verkümmerten Pflanzen und damit auch zu einem schlechten Ertrag.

Erde, Dünger & Bewässerung

Die Gesundheit der Erde spielt beim Cannabisanbau eine wichtige Rolle. Speziell Autflowering-Cannabispflanzen benötigen eine nährstoffreiche Erde, um starke Wurzeln zu entwickeln. Da die Pflanzen typischerweise kleiner sind und eine kürzere Vegetationsperiode als photoperiodische Cannabispflanzen aufweisen, benötigen sie auch weniger Dünger. Mehr Dünger bedeutet nicht gleich mehr Wachstum. Überdünge deshalb nicht Deine Pflanzen. Für optimale Ergebnisse solltest Du Dich für einen organischen Dünger mit einem ausgewogenen Verhältnis von Makro- und Mikronährstoffen entscheiden.

Das Motto „viel hilft NICHT viel“ gilt auch für die Bewässerung. Zwar sind Autoflowers recht durstig, eine Überwässerung schadet den Pflanzen jedoch. In der Sämlings- und frühen vegetativen Phase kann zu viel Wasser die Pflanzen sogar umbringen. Am besten steckst Du Deinen Zeigefinger etwa vier bis sechs Zentimeter tief in die Erde. Wenn sich die Erde trocken anfühlt, kannst Du die Pflanzen bewässern.

Fast Flowering – schnelles Wachstum und hoher Ertrag

Fast-Flowering Cannabissamen (F1-Hybride) sind der neueste Trend, dürfen aber nicht mit den Autoflowering-Samen verwechselt werden. Denn Fast-Flowering-Pflanzen blühen nicht automatisch. Dafür haben sie im Vergleich zu den photoperiodischen Cannabispflanzen eine Blütezeit von sieben Wochen oder weniger. Obwohl sie schneller zur Ernte bereit sind, bieten sie dennoch eine vergleichbare Ausbeute wie normale Cannabisstämme.

Die Pflanzen wachsen kompakt, werden nicht riesengroß und benötigen nur wenig Zeit, um große Knospen zu bilden. Um das zu unterstützen, bietet sich die Sea of Green Anbautechnik (SOG) an. Um die Pflanzen zu zwingen, früher zu blühen, muss der Lichtplan frühzeitig auf 12/12 eingestellt werden – also zwölf Stunden Licht und zwölf Stunden Dunkelheit. Damit wird den Pflanzen suggeriert, dass die Vegetationsperiode endet, sodass sie so schnell wie möglich Blüten bilden muss. Dabei erzielst Du mit den folgenden feminisierten photoperiodischen Fast-Flowering Cannabissorten die besten Erträge:

Royal Cheese

  • 40 % Sativa/ 60 % Indica
  • Old School Skunk und Afghani
  • Intensive Geschmacksnoten von süßer und frischer Erde
  • Ca. 17 % THC
  • Entspanntes, ausgeglichenes Körper-High

Honey Cream

  • 35 % Sativa/ 65 % Indica
  • BlueBlack, Maple Leaf Indica und White Rhino
  • Süß-zuckrige Geschmacksnoten
  • Ca. 16 % THC
  • Entspanntes Körper-High mit psychedelischem Touch

Speedy Chile

  • 30 % Sativa/ 70 % Indica
  • Early Skunk, Skunk und Chile Indica
  • Fruchtige bis würzige Geschmacksnoten
  • Ca. 16 % THC
  • Entspanntes Körper-High

Candy Kush Express

  • 40 % Sativa/ 60 % Indica
  • Süßes-zitrusartige Geschmacksnoten
  • Fruchtige bis würzige Geschmacksnoten
  • Ca. 18 % THC
  • Warmes Körper-High

Zusammenfassung: Cannabis schnell ernten

Wenn Du eine schnelle Ernte anstrebst, solltest Du Dich für Autoflowering-Cannabispflanzen entscheiden. Sie gehen automatisch zur Blüte über, ohne einen spezifischen Lichtzyklus zu benötigen. Zudem ist der Anbau relativ einfach und die Pflanzen benötigen weniger Pflege als photoperiodische Cannabispflanzen.

Eine Alternative stellen Fast-Flowering Sorten dar. Hierbei handelt es sich um photoperiodische Cannabispflanzen mit einem reduzierten Blütezyklus. Sie sind demnach ein hervorragender Mittelweg zwischen Autoflowering- und Photo-Sorten.