DIE 10 HÄUFIGSTEN CANDIE 10 HÄUFIGSTEN CANNABIS-IRRTÜMER

Der Anbau von Cannabis ist weltweit in vielen Ländern erlaubt – solange er nicht der Drogengewinnung dient. Dennoch bestehen nach wie vor große Irrtümer und Missverständnisse bezüglich Hanf. Zeit, mit einigen davon aufzuräumen!
 

1. HANF UND CANNABIS IST NICHT DAS GLEICHE

An und für sich nicht! Cannabis ist einfach nur der lateinische Pflanzenname von Hanf. Allerdings wird Cannabis in vielen Ländern als Synonym für THC-haltige Hanfpflanzen verwendet.

2. HANF UND MARIHUANA IST DAS GLEICHE

Bei Marihuana handelt es sich um die getrockneten Blüten von stark THC-haltigem Cannabis (Hanf). Der THC-Gehalt kann entweder für medizinische Zwecke relevant sein oder er dient schlichtweg dazu, high zu werden. Nutz- bzw. Industriehanf wiederum enthält kaum bis gar kein THC, auch nicht wenn er in vollster Blüte steht. Das heißt, man kann praktisch nicht high werden, womit es sich bei Nutzhanf auch nicht um eine Droge handelt. Viel mehr wird dieser zu verschiedensten Produkten weiterverarbeitet, wie beispielsweise zu Kleidung, Dämmstoff, Öl, Kosmetika oder auch zu Müsli, Bier und vielem, vielem mehr!

3. HANF IST MÄNNLICH, MARIHUANA IST WEIBLICH

Ganz klar: nein. Denn Hanf und Marihuana sind Produkte der gleichen Pflanzenart. Wodurch sich Hanf- und Marihuana-Pflanzen unterscheiden, hängt viel mehr von der Sorte, Zucht und der geplanten Verwendung ab. Sowohl Hanf als auch Marihuana können sowohl männlich oder weiblich sein. Wobei bei Marihuana nahezu ausschließlich weibliche Pflanzen verwendet werden, da der THC-Gehalt der „Damen“ deutlich höher ist und damit auch „high“ macht.

4. DIE ERFORSCHUNG IST ZEITVERSCHWENDUNG

Im Gegenteil! In vielen Fällen lastet Cannabis bzw. Hanf nach wie vor ein schlechter Ruf an, wozu aus heutiger Sicht kaum ein Grund besteht. Die aktuelle Forschung kann wesentlich zum Imagewechsel und damit auch zur Legalisierung von Hanf beitragen. Weit wichtiger aber ist, dass Hanf als Heilpflanze gerade auch im Bereich Krebs, chronischer Schmerzen und Depressionen in Zukunft von größter Bedeutung sein kann. Zudem gibt Hinweise darauf, dass Hanf effizient als Brennstoff verwendet werden kann, was wiederum unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen lösen könnte. Auch dazu benötigen wir die Forschung!

5. WILDHANF RUINIERT MARIHUANA-PFLANZEN


Ja und nein. Es ist wahr, dass verwilderte Hanfpflanzen (Wildhanf) eine Bedrohung für die Marihuana-Kulturen darstellen, die Outdoor angebaut werden. Denn der Wildhanf kann potenzielle Marihuana-Pflanzen bestäuben und damit die Integrität ihrer einzigartigen Qualitäten kontaminieren. Das geschieht natürlich nicht, wenn Marihuana Pflanzen in Innenräumen oder im kontrollierten Außenbereich gezogen werden. Und außerdem: Bis zur Blüte sollte es hierzulande ohnehin keine Marihuana-Pflanze bringen, denn dann wird es strafbar. Alles davor ist legal!

6. MAN KANN MARIHUANA IN NUTZHANFFELDERN VERSTECKEN

Nope. Zunächst einmal werden (Nutz-)Hanfpflanzen wesentlich größer als Marihuana-Pflanzen. Und spätestens dann, wenn ein Hanffeld von oben betrachtet wird, fliegt die Mogelei auf. Zweites No-Go wie bereits davor erwähnt: Es könnte zu einer Kreuzbestäubung zwischen Nutzhanf und Marihuana-Pflanzen kommen, was die Qualität von Marihuana-Pflanzen mindern kann. Drittes No-Go ebenfalls wie oben erwähnt: Marihuana-Pflanzen werden illegal sobald sie blühen. Davor dürfen sie legal wachsen wie sie wollen, weshalb es auch keinen Grund gibt, sie zu verstecken!

7. HANF IST NUR FÜR TEXTILIEN

Hanf wird seit fast 10.000 Jahren kultiviert und gilt als eine der ersten landwirtschaftlichen Kulturpflanzen. Früher verwendete man die Pflanze für Kleidung, Seile und sogar Bootssegel. Damals, genauso wie heute, waren vor allem auch die Hanfsamen als wertvoller Eiweißlieferant bekannt. Heutzutage wird Hanf außerdem zur Produktion von Kraftstoffen, Kunststoffen und Kosmetika verwendet.

8. HANF FÜHRT ZU POSITIVEN DROGENTESTS

Ganz so ist es nicht! Klar, wer Marihuana oder Haschisch raucht oder in irgendeiner anderen Weise konsumiert, würde auch bei einem Drogentest positiv (und nein, das ist nicht gut!) bewertet werden. Dennoch gibt es viele Hanfprodukte, die aus Marihuana-Pflanzen oder Nutzhanfpflanzen gewonnen werden und kein illegal erhöhtes THC enthalten. Dazu zählen beispielsweise Hanfsamen, Hanfbier, Hanf- oder CBD-Öl, Hanfmüsli etc. oder auch Hanftee, der ausschließlich aus den Blättern einer nicht blühenden Pflanze gewonnen wurde.

9. JEDER HANF MACHT HIGH

Nein. Abgesehen von der individuellen Wirkung, die bei jedem Menschen etwas anders ist, gibt es natürlich auch Hanf, der einfach viel zu wenig THC enthält (siehe oben), wie beispielsweise Nutzhanf. In diesem Fall wird das geringe THC vom Körper nicht verstoffwechselt, womit man auch nicht high wird.

10. CANNABIS KANN DIE WELT RETTEN

Naja, man muss nicht gleich übertreiben! Aber: Hanf ist seit vielen tausenden Jahren ein bedeutender Faktor im Bereich Nahrung, Kleidung, Treibstoff und Medizin. Damit ist die Hanfpflanze in der Lage, viele unserer Grundbedürfnisse zu erfüllen![/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]