KOMMT HANF AUF DEN KOMPOST?




Biotonne oder doch Sondermüll? Auch wenn es naheliegend erscheint, eine abgestorbene Hanfpflanze auf dem Kompost zu entsorgen, ist sie natürlich ein spezieller Abfall – und muss auch gesetzlich unbedenklich recycled werden. Vielleicht hast du deine Hanfpflanze über einen längeren Zeitraum hinweg etwas vernachlässigt und zu wenig bewässert. Oder sie hatte ihre glorreiche Zeit, hat dir viele schöne Blätter beschert, und scheidet nun zufrieden und glücklich aus dem Diesseits. Was auch immer der Grund war, eine verwelkte Cannabis-Pflanze gehört wie alle Dinge artgerecht entsorgt und zurück in den Müllkreislauf “recycled”. Nahe liegt die Vermutung, dass eine tote Pflanze so wie auch anderes “Grünzeug” zur Natur zurückgeführt, also kompostiert wird, sodass aus Blatt- und Wurzelwerk wieder Komposterde entsteht. Im Grunde stimmt das auch, und deine Hanfpflanze gehört wie anderes Grün in die Biotonne, beziehungsweise – wenn du einen hast – auf den Kompost.

KEINE MISSVERSTÄNDNISSE

Allerdings gilt es dabei folgendes zu verhindern: a.) Missverständnisse mit Nachbarn, die dieselbe Tonne benutzen wie du, und b.) Ausgrabungen der entsorgten Pflanze durch andere Hausparteien. Du hast dir zwar vor dem Gesetz nichts zu Schulden kommen lassen, wenn deine Pflanze nie geblüht hat – aber das weiß deine Nachbarschaft ja nicht unbedingt. Wenn also der Nachbar aus dem vierten Stock seinen Biomüll in die Tonne kippt und dabei die einzigartig geformten Hanfblätter erblickt, könnte er alarmiert reagieren und sogleich allerlei illegale Geschäfte im Haus vermuten. Schlimmer noch: Wenn er gleichzeitig dein Vermieter ist. Im anderen Fall passiert das Gegenteil: Neugierige Hausbewohner, die den welken Steckling obenauf in der Tonne erblicken, fühlen sich vielleicht bemüßigt, ihn zu retten und wieder einzusetzen. Je nach botanischem Geschick könnte ihnen das ja auch gelingen. Was sie damit dann vorhaben, entzieht sich zwar deiner Verantwortung, aber trotzdem möchtest du wahrscheinlich verhindern, dass dein 100% legaler Kauf bei Hanfgarten ein gesetzeswidriges Fortleben in einem anderen Haushalt fristet.

 

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HANF RICHTIG ENTSORGEN: SO GEHTS`S

Richtig und sicher entsorgst du deine Pflanze, indem du sie aus der Erde löst und Blätter sowie Wurzelwerk klein hackst oder schneidest. Anschließend mischt du sie unter andere Küchenabfälle, abgestorbene Pflanzen oder Grünschnitt. Du kannst dieses Gemisch auch zusätzlich noch einmal in ein Stück (biologisch abbaubare) Küchenrolle wickeln und verknoten. Wenn du deinen Haushalts-Biomüll zur Tonne trägst, achte einfach darauf, dass du die Überreste der Cannabispflanze als erstes hineinwirfst, und sie danach mit dem übrigen Abfall bedeckst. So verhinderst du auch eine “charakteristische Geruchsbildung”. Durch den beschleunigten Kompostierungsprozess in der warmen Tonne verrottet die Pflanze wesentlich schneller, als sie das beispielsweise auf deinem Balkon täte.

UND SO BITTE NICHT

Egal, was du gehört oder gelesen hast: Bitte wirf deine welke Pflanze nicht
einfach irgendwo in den Wald. Dass Hanf nicht unbedingt wild auf heimischem
Waldboden wächst, hat einerseits Gründe – du möchtest sicher nicht das
Gleichgewicht der Biosphäre auseinander bringen. Andererseits lassen derart
entsorgte Pflanzenreste eher auf illegale Aktivitäten schließen und sind auch
mit Sicherheit kein schöner Anblick, wenn sich jede/r derart seiner
Pflanzenabfälle entledigt. Daher: Die abgestorbene Hanfpflanze bitte gut
verkleinert und mit anderen Abfällen durchmischt in die Biotonne oder auf den
hauseigenen Kompost werfen – dort kann sie noch ein zweites Leben als
erstklassiger Dünger führen.